Die Kunststadt Darmstadt: Erwerbungspolitik, Netzwerke und Akteure in Darmstädter Kulturinstitutionen 1933-1945 02.04.2020

Gemälderückseite, Wilhelm Bader, Siegfriedquelle, undatiert.

Donnerstag, 2. April 2020
13.00 – 19.00 Uhr

Haus der Geschichte Darmstadt, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt


Die Suche nach NS-Raubgut in den Sammlungsbeständen ist eine bedeutsame und herausfordernde Aufgabe aller kulturgutbewahrenden Institutionen. In Darmstadt wird seit mehreren Jahren in verschiedenen Häusern Provenienzforschung betrieben: Herkunft und Geschichte von Sammlungsobjekten werden systematisch erforscht und dokumentiert.

Über die Klärung der Objektbiografien und der Erwerbungskontexte hinaus, erweitern diese Recherchen auch die Kenntnisse zur jeweiligen Sammlungs- und Institutionsgeschichte. Neben der hauseigenen Überlieferung, die aus Inventaren, Akten zu Erwerbungen und Korrespondenzen beteiligter Personen bestehen kann, halten je nach Trägerschaft der Institution die Bestände der einschlägigen Archive wichtige Quellen für die Provenienzforscher*innen bereit.

Bei der Tagung werden erstmals Kulturinstitutionen, Erwerbungspraxis und verantwortliche Personen während der Zeit des Nationalsozialismus in der damaligen Hauptstadt des Landes Hessen, Darmstadt wissenschaftlich beleuchtet. Politische und administrative Rahmenbedingungen, institutionelle Verflechtungen, regionale und überregionale Netzwerke sowie Kooperationen, eingebettet in den historischen und politischen Kontext, stehen dabei im Zentrum der Betrachtung.

Ziel der Tagung ist, einen ersten Überblick über die Strukturen und Netzwerke einiger bedeutender kommunaler, staatlicher und privater Darmstädter und Mainzer Kulturinstitutionen zwischen 1933 und 1945 zu schaffen.

Der Eintritt ist frei.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung gebeten:

SEKRETARIAT
Angelika Nitsch
T +49 (0) 6151 132808
F +49 (0) 6151 133739
mathildenhoehe@darmstadt.de 


Eine Veranstaltung des Institut Mathildenhöhe Darmstadt in Kooperation mit der Zentralen Stelle für Provenienzforschung in Hessen unter Schirmherrschaft der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn.